Edge Computing ermöglicht Unternehmen die Verarbeitung von Daten an der Quelle oder in die Nähe der Datenquelle und bietet damit die Vorteile der Cloud, jedoch mit einem lokalen Bezug. So können nicht nur Latenzen verringert und die Sicherheit verbessert werden, sondern Edge Computing bietet auch erhebliche Kosteneinsparungen gegenüber den mit der Cloud verbundenen Bandbreitenkosten.
Mit der zunehmenden Verbreitung von IoT-Geräten, Sensoren und Robotern entstehen durch Edge Computing riesige Mengen unstrukturierter Daten, die im Laufe ihres Lebenszykluses zentralisiert oder in die Cloud verschoben werden müssen. Dies stellt Unternehmen vor einige komplexe Herausforderungen bei der Datenverwaltung. Für die effiziente Nutzung ihrer Daten müssen Unternehmen das richtige Gleichgewicht bei der Verwaltung und Speicherung dieser Daten finden.
Der Umgang mit Daten
Die wachsende Datenmenge an den Edge-Standorten führt zu einer Verschiebung der Prioritäten und Speicheranforderungen der Unternehmen. So ist beispielsweise der Sicherheit der Infrastruktur an den Edge-Standorten so viel Bedeutung beizumessen wie den Daten selbst. Unternehmen müssen in entsprechende Lösungen investieren, um Edge-Daten vor Ransomware und anderen Cyberangriffen zu schützen. Das führt zu mehr Sicherheit in der Datenverwaltung und zu Replikationsfähigkeiten im zentralen Rechenzentrum.
Angesichts der großen Datenmengen, die erzeugt werden, ist die Speicherung der richtigen Daten auf die richtige Art und Weise – sei es aktive Speicherung oder Langzeitarchivierung – von entscheidender Bedeutung für die Senkung der Kosten im Umgang mit großen Datenmengen. Gleichzeitig bedarf es der richtigen KI- und Machine-Learning-Anwendungen, welche die wachsende Menge an Rohdaten analysieren und daraus Handlungsschritte ableiten. Diese Notwendigkeit beschleunigt die Zentralisierung von unstrukturierten Edge-Daten an dem Ort, wo sich diese Rechenleistung befindet. Insbesondere gilt dies für vertikale Branchen wie die Fertigungsindustrie, die Automobilindustrie und autonome Fahrzeuge, die allein schon enorme Mengen an Sensor-, Satelliten- und Geodaten erzeugen.
Durch die Zentralisierung im Rechenzentrum oder auch in der Cloud können Unternehmen einen größeren Mehrwert aus ihren Daten ziehen und sicherstellen, dass wichtige Ressourcen über ihre verschiedenen Standorte hinweg gemeinsam genutzt werden können. Anstatt mehrere Büros über eine komplexe und teure Infrastruktur miteinander zu verbinden, können die Daten über einen zentralen Standort zugänglich gemacht werden.
Dies erhöht nicht nur die Effizienz, sondern auch die Sicherheit, da die Daten zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem Rechenzentrum konsolidiert werden. Bei Bedarf können sie in weitere Rechenzentren repliziert werden. Aber wie können Unternehmen diesen Ansatz in die Tat umsetzen?
Ein neuer Blick auf Datenspeicherung
Die erste Überlegung, die Unternehmen anstellen müssen, ist die Frage, ob die Daten vor Ort verbleiben oder in die Cloud verlagert werden sollen. Dies hängt ganz von den geschäftlichen Anforderungen ab. Unternehmen, die ihre Daten direkt in die Cloud verlagern, profitieren von den damit einhergehenden Skalierungs- und Kostenvorteilen, doch müssen sie mit Einschränkungen bei Leistung und Service-Level-Agreement (SLA) rechnen. Daher wählen viele den hybriden Ansatz. Er bietet Unternehmen die Flexibilität der Cloud und gleichzeitig die höhere Sicherheit und Leistung der Vor-Ort-Lösung.
Hinzu kommt der Einsatz von Replikationsmechanismen, eine Technologie, die versteht, welche Art von Daten gerade bearbeitet wird und wo diese abgelegt werden müssen. Solche Tools helfen Unternehmen, ihre Daten auf effektivere Weise über mehrere Standorte hinweg zu zentralisieren und sie am richtigen Speicherort abzulegen, um möglichst kosteneffizient arbeiten zu können.
Sicherheit hat ebenfalls höchste Priorität. Wenn Daten aus dem Edge-Bereich in den Core-Bereich und später in die Cloud übertragen werden, benötigen Unternehmen eine sichere Verbindung sowie Verschlüsselungsprotokolle, um die Daten vor potenziellen Angriffen und unbefugten Zugriffen zu schützen. Daher sollten sich Verantwortliche die Zeit nehmen, um zu verstehen, wie sich verschiedene Prozesse und Speichermethoden auf die SLAs des Unternehmens auswirken. Die günstigste Speicheroption braucht möglicherweise am längsten beim Abrufen von Daten. Unternehmen müssen also ein Gleichgewicht finden zwischen der Kosteneffizienz und der Möglichkeit, auf die richtigen Daten zugreifen zu können, wenn sie benötigt werden.
Es wird deutlich, dass die Zunahme von Edge Computing Unternehmen dazu zwingt, ihre Speicherstrategien zu überdenken. Die Frage danach, „wie“ und „wo“ die täglich erzeugte Menge an unstrukturierten Daten verarbeitet, gespeichert und verwaltet werden soll, ist dabei zentral geworden. Ein tiefgehendes Verständnis, nicht nur der Vor- und Nachteile, sondern auch der Strukturen und Sicherheitsaspekte, wird zur Grundvoraussetzung, um eine fundierte Lösungswahl zu treffen, mahnen etwa die Experten des Datenmanagement- und Storage-Herstellers Quantum. Dies mag in der heutigen, sehr komplexen Lösungswelt wie eine kaum zu bewältigende Herausforderung wirken, doch die investierte Zeit wird sich bezahlt machen. Denn die Zentralisierung von Daten versetzt Unternehmen in die Lage, bei ständig wachsender Datenmenge den größten Mehrwert aus ihren Daten herauszuholen.
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