Microsoft Cloud: Neues Partnerprogramm ändert die Regeln


Neben dem neuen Namen hat Microsoft auch Hand an die Kennzeichnungen für die Partner im Microsoft Cloud Partner Program gelegt.


Foto: Emilija Miljkovic – shutterstock.com

Im Oktober 2022 wird das bisherige MicrosoftMicrosoft Partner Network auslaufen und durch das “Microsoft Cloud Partner Program” ersetzt. Damit ändern sich auch die Regeln, wie Partner sich für das Programm qualifizieren. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Die Partner teilen sich dann in eine von sechs Lösungsgruppen ein, die sich am Portfolio der Microsoft Azure CloudCloud orientieren: Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

  • Daten & künstliche Intelligenz (Azure);
  • Infrastruktur (Azure);
  • Digital & App Innovation (Azure);
  • Business-Applikationen (gebaut in der cloudbasierten Low-Code Power Plattform oder Microsoft Dynamics 365)
  • Moderner Arbeitsplatz (Cloud-Lösungen der Microsoft365 Suite);
  • Security.

Laut Microsofts Channel-Chef Rodney Clark sollen die Änderungen das Partnerprogramm an der Art und Weise anpassen, wie CIOs Microsoft-Services einkaufen.

Wenn das neue Programm startet, wird Microsoft aufhören, Kennzeichnungen als Silber- und Goldpartner zu vergeben. Die alten Siegel werden aber nicht über Nacht verschwinden: Bis 30. September haben bestehende Partner die Möglichkeit, sich die bisherigen Silber- und Goldplaketten zu sichern und dürfen sie danach noch für ein Jahr verwenden.

Ab dem 3. Oktober werden qualifizierte Partner in einer der sechs Lösungsgruppen als “Solution Partner” bezeichnet. Mit weiteren Labels für “Spezialisierungen” und “Expertenproramme” können die Partner ihre Angebote mit zusätzlichen Technologiefähigkeiten differenzieren. CIOs sollten diese neue Nomenklatur also kennen, um die richtigen Partner zu finden.

Um “Solution Partner” zu werden, muss ein Anbieter in wenigstens einer Lösungsgruppe mindestens 70 von 100 Punkten bei seinem “Partner Capability Score” erreichen. Punkte werden pro Lösungsgruppe vergeben für Zertifizierungen, gewonnen Kunden, erfolgreiche Deployments und Gesamtwachstum.

Bereits jetzt haben Partner Zugriff auf ein Dashboard, das die Bereiche anzeigt, in denen sie Extrapunkte erarbeiten müssen, um ihren Score zu erhöhen. Clark von Microsoft forderte sie dazu auf, sofort Schritte zu unternehmen, um eventuelle Anforderungslücken zu schließen.

CIOs können also viel Aktivität von Partnern erwarten, die noch nicht die neuen Qualifikationen erfüllen. Sie werden neue Zertifizierungen für ihre Belegschaft anstreben und versuchen, laufende Kundenprojekte rasch abschließen. Zudem werden sie neue Verträge an Land ziehen wollen, um ihren Umsatz und ihre Kundenbasis auszubauen.

Das Microsoft Partner Network hat derzeit 400.000 Mitglieder. Zwar haben die Redmonder schon alle Scores für das Dashboard berechnet, aber Clark hält sich bedeckt darüber, wie viele davon die neuen Messlatten schon erreichen. Kunden haben keinen Einblick in die Scores selbst. Sie sehen nur, in welcher Lösungsgruppe der Anbieter sich als Solution Partner qualifiziert hat.

Laur Clark investiert Microsoft in technische Workshops und andere Hilfestellungen für Partner, damit sie die neuen Anforderungen erreichen können. Das Unternehmen wolle seine Investitionen in die Weiterentwicklung der Partner um 250 Prozent erhöhen. Das soll ihnen helfen, Spezialisierungen in den Bereichen Business-Anwendungen, Azure, Security, Compliance und Identity zu erhalten.

Trotz der Umbenennung in Microsoft Cloud Partner Program ist die Teilnahme allen Partner offen. Laut Clark spielt es keine Rolle, ob sie Services, Softwarelösungen oder Geräte entwickeln oder verkaufen.

Unabhängig von dem neuen Partnerprogramm werden CIOs öfter dazu aufgefordert, von einem jährlichen zu einem monatlichen Bezahlmodell zu wechseln, wenn sie über einen Cloud-Lösungsanbieter Abonnements für Microsoft 365, Dynamics 365, Power Platform, oder Windows 365 pro Arbeitsplatz beziehen. Das liegt an Microsofts Lizenzmodell New Commerce Experience (NCE).

Seit März 2022 ist NCE der einzige Weg für Cloud-Lösungsanbieter, um Neugeschäft für Teams Essentials und andere Pro-Arbeitsplatz-Angebote auf den Weg zu bringen. Es enthält Bestimmungen, die Partner und Händler dazu zwingen, ausstehende Gebühren von Mehrjahresverträgen weiterzuzahlen, wenn der Kunde insolvent wird. Clark sagte dazu, dass das Unternehmen kürzlich neue monatliche Konditionen eingeführt habe und seine Partner anhalte, das Kreditrisiko ihrer Kunden zu bewerten.

“Kreditrisiko war schon immer ein Teil dieses Ökosystems und im New Commerce sagen wir jetzt zu der Partnern: ‘Wenn es fraglich ist, ob ein Kunde länger als von Monat zu Monat zahlungsfähig bleibt, sollte er in einem monatlichen Abo-Modell laufen statt auf einem jährlichen,” so Clark. (jd)

Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel unserer US-Schwesterpublikation CIO.com.

https://www.cio.de/a/neues-partnerprogramm-aendert-die-regeln,3683296

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