Was IT-Chefs auf dem Weg in Cloud beachten sollten – automotiveIT

Ein Schritt in diese Richtung ist Azure Arc. Dabei handelt es sich um ein Werkzeug für das Cross-Plattform-Management, mit dem sich die gesamte IT-Infrastruktur von der Edge über On-Premises bis hin zu verschiedenen Multi-Cloud-Umgebungen verwalten und steuern lässt.

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Das umfasst auch Linux-Server und VMware-Umgebungen sowie auf Kubernetes basierende Containerumgebungen. Und das nicht nur für die Azure Cloud, sondern auch für AWS und GCP.

Kostenkontrolle und Datenschutz müssen beachtet werden

Aber nicht nur ein schlechtes Cloudmanagement führt zu überhöhten Kosten. Auch viele andere Faktoren treiben diese in die Höhe. Dabei ist vor allem die Anpassung nach unten das größte Problem. „Viele User geben gebuchte Instances nach der Nutzung nicht zurück; vor allem Entwickler neigen dazu, immer die leistungsfähigsten Instances anzumieten und sie dann viel zu lange zu behalten“, sagt Stephen Minton, Program Vice President bei IDC. Laut Gartner betrug der daraus resultierende „cloud waste“ im vorigen Jahr bereits 14,1 Milliarden Dollar, für dieses Jahr werden 21 Milliarden Dollar prognostiziert. Diesem Problem widmet sich inzwischen die FinOps Foundation. Sie will das Problembewusstsein für eine gründliche Cloudkostenkontrolle erweitern und darüber hinaus neue Standards definieren. Über 1.200 Firmen sind bereits Mitglied, darunter nicht nur die großen Anwender, sondern auch viele Provider.

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„Wenn es darum geht, große Mengen an Daten zu speichern und zu verarbeiten, sind wir in Europa aufgeschmissen“ – ZF-Konzernchef Wolf-Henning Scheider

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Nach dem US-Cloud Act können US-Behörden ohne richterlichen Beschluss auf alle Daten zugreifen, die bei US-Providern gespeichert sind – und zwar auch dann, wenn sich diese in europäischen Rechenzentren befinden. Auch das Privacy-Shield-Abkommen ist laut dem Europäischen Gerichtshof unwirksam, da es keinen Schutz gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sicherstellt. Eine Lösung dafür soll Gaia-X sein.

Einer der großen Befürworter dieser europäischen Cloudinitiative ist ZF. „Wenn es darum geht, große Mengen an Daten zu speichern und zu verarbeiten, sind wir in Europa aufgeschmissen“, sagt ZF-Konzernchef Wolf-Henning Scheider, dessen Unternehmen Azure und AWS nutzt. Anbieterseitig ist der deutsche Cloud-Provider Ionos eine treibende Kraft der neuen Plattform. „Wir sind alle auf Gaia-X eingeschworen. Es ist für uns ein starker Impuls für mehr Datensouveränität in Europa“, sagt Ionos-Vorstandsmitglied Martin Endreß.

Warum man das Rechenzentrum nicht abschreiben sollte

Dass Cloud Computing nicht für alle Aufgaben die optimale Lösung ist, gilt inzwischen als gesichert. Die größten Probleme sind Latenz, Data Governance und Data Recovery. Um potenzielle Friktionen zwischen den weiterhin erforderlichen Inhouse-Lösungen und der Cloud zu vermeiden, bieten die Provider eine Art verlängerte Infrastruktur an, die bis ins Rechenzentrum (RZ) reicht. Am bekanntesten sind AWS Outposts und Azure Stack.

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