Plattform statt Handarbeit: Mit iPaaS wird Datenintegration zu einem Kinderspiel

Eine iPaaS-Plattform stellt eine übergreifende Integrationsschicht bereit, mit der sich Integrationsprozesse einfacher und schneller anpassen, durchführen und managen lassen.


Foto: Boomi

In der Theorie ist es einfach, wenn ein Unternehmen eine neue CRM-Software anbinden will oder eine Produktionseinrichtung mithilfe von IoT-Komponenten (Internet of Things) mit dem Enterprise Resource Planning verknüpft werden soll. Die Anbieter solcher Lösungen verweisen meist darauf, dass sie ihre Produkte für diesen Zweck mit Standardschnittstellen ausgestattet haben.

Doch über solche Interfaces Daten von A nach B zu transportieren, stellt in der Praxis eine erhebliche Herausforderung dar. Ein Beispiel: Um vier Anwendungen über Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zu verknüpfen, sind wenigstens sechs Verbindungen nötig, bei 20 Anwendungen bereits mindestens 190. Das erhöht die Komplexität der IT-Umgebung und den Aufwand bei der Verwaltung und dem Betrieb der Schnittstellen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn zusätzlich die Anbindung an Cloud-Ressourcen ins Spiel kommt, etwa bei der Verlagerung von Applikationen in eine Public Cloud.

Eine weitere Herausforderung sind individuelle Schnittstellen. Über sie werden häufig “mal eben schnell” Anwendungen in Fachbereichen miteinander verbunden. Das kann dazu führen, dass beispielsweise Prozesse nicht mehr funktionieren, wenn eine der Anwendungen ersetzt oder aktualisiert wird. Hinzu kommen Risiken durch Sicherheitslücken oder Verstöße gegen Compliance-Vorgaben. Nicht zu unterschätzen ist außerdem der Aufwand, den diese Form der Integration erfordert, wie personelle Ressourcen, Lizenzkosten sowie die Arbeiten, die an den umliegenden IT-Systemen erforderlich sind.

Die Ausgangslage in vielen Unternehmen: Sie müssen eine Vielzahl von IT-Applikationen, Systemen, Daten und Workflows verknüpfen – eine aufwendige und kostenintensive Aufgabe.


Foto: Cegeka

Um solche negativen Effekte zu vermeiden, ist ein pragmatischer Integrationsansatz erforderlich, der auf einer Automatisierung der damit verbundenen Tätigkeiten basiert. Dieser spart nicht nur Zeit und Geld, sondern ermöglicht es dem Nutzer zudem, schneller auf neue Anforderungen von Kunden und des Markts zu reagieren.

Kernelement eines solchen Ansatzes ist eine Plattform wie Boomi, die Integration als Service bereitstellt. Mit Unterstützung eines erfahrenen IT-Dienstleisters wie Cegeka ermöglicht eine solche Plattform dem Nutzer, Integrationen zentral zu erstellen, zu verwalten und auszuführen.

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Jede neue Schnittstelle wird in ein zentrales Repository übertragen und in die Reporting-Funktionen überführt. Der Nutzer erhält dadurch eine einheitliche Sicht auf Daten und Prozesse und kann spezielle Anforderungen in den Bereichen Data Governance und Compliance erfüllen. Denn mithilfe der iPaaS-Plattform legt er fest, wohin die Daten fließen: in eine Cloud, in ein Unternehmensrechenzentrum oder eine Hybrid-IT-Umgebung. Zudem ermöglicht der Einsatz einer iPaaS Lösung eine Entkopplung von der Infrastruktur und von den eingesetzten Anwendungen.

Ein Anwendungsfall für eine Integration von IoT-Komponenten mit iPaaS wäre die Steuerung von Produktionsanlagen durch die ERP-Lösung. So lässt sich beispielsweise die Temperatur einer Walzanlage mithilfe eines Temperatursensors ermitteln. Das iPaaS-System fragt diese Werte alle 30 Sekunden über eine REST-Schnittstelle ab und überprüft dann im Rahmen des Integrationsprozesses, ob die Temperatur der Walze im Normbereich liegt. Befinden sich die Werte außerhalb dieses Bereiches, wird in diesem Fall ein Trigger an das ERP-System übergeben. Gleichzeitig erhält der Leitstand eine Information über den Temperaturanstieg. Das ERP-System steuert nun für die nächsten Stunden weniger Stahl über die betroffene Walze. Der Leitstand wiederum erhält die Anweisung, in diesem Zeitraum andere Walzen zu nutzen oder die Anlage komplett zu stoppen.

Eine iPaaS-Plattform ermöglicht es, Applikationen und Daten auf einfache und effiziente Weise zu integrieren.


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Anwendungsszenarien, die auf iPaaS basieren, lassen sich in vielen Bereichen umsetzen, etwa bei der Anbindung von Host-Systemen und KI-Applikationen sowie bei der Verknüpfung von Systemen und Anwendungen im eigenen Rechenzentrum (On Premises) mit Ressourcen in einer Public Cloud.

Speziell für Unternehmen mit verteilten Standorten ist die Nutzung von iPaaS von Vorteil, denn damit lassen sich Master-Child-Konzepte umsetzen. In der Firmenzentrale wird dabei ein “Master Tenant” mit Standardintegrationen erstellt. Die Außenstellen haben zusätzlich dazu die Möglichkeit, weitere individuelle Integrationen zu erarbeiten, je nach ihren Anforderungen und den Marktgegebenheiten.

Eine iPaaS-Plattform wie Boomi in Verbindung mit der Unterstützung eines erfahrenen IT-Dienstleisters wie Cegeka bietet Nutzern mehrere Vorteile. Der offensichtlichste: Die Integration von Systemen lässt sich dadurch deutlich vereinfachen und beschleunigen. Davon profitieren zuallererst die Nutzer und die IT-Abteilung, etwa in Form von Workflows, die reibungslos funktionieren. Hinzu kommt ein deutlich geringerer Aufwand beim Management von Schnittstellen.

Fast noch wichtiger ist ein weiterer Faktor: iPaaS trägt maßgeblich dazu bei, die Agilität und Reaktionsschnelligkeit eines Unternehmens zu erhöhen. Denn IT-Fachleute haben nun die Möglichkeit, sich auf wertschöpfende Tätigkeiten zu konzentrieren, etwa die Entwicklung digitaler Angebote und den Aufbau der modernen Anwendungslandschaft, die dafür erforderlich ist. Somit ist eine iPaaS-Plattform mehr als eine Arbeitserleichterung für Anwendungs- und Integrationsspezialisten. Sie ist ein Wettbewerbsfaktor, der im digitalen Zeitalter immer mehr an Bedeutung gewinnt.

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https://www.cio.de/a/mit-ipaas-wird-datenintegration-zu-einem-kinderspiel,3690863

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