LinkedIn & Xing: Wie Personal Branding die Karriere ankurbelt

Wer beruflich vorankommen möchte, muss sein Know-how sowie seine Persönlichkeit und Skills als Marke präsentieren. Entsprechende Profile auf den Business-Netzwerken LinkedIN und Xing sind dabei unverzichtbar.


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Sie wollen beruflich vorankommen und Ihren Arbeitgeber wechseln? Sie denken daran, sich zu bewerben? Dann sparen Sie sich die Mühe, ausgefeilte Bewerbungsunterlagen zu erstellen und zu versenden. Sinnvoller ist es, ein Profil bei den Businessnetzwerken Xing und LinkedIn anzulegen. Denn die Suche nach geeigneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern findet heutzutage hauptsächlich digital statt.

Arbeitgeber beschränken sich längst nicht mehr darauf, eingehende Bewerbungen zu scannen, sondern bemühen sich vielmehr aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels und des damit verbundenen Wandels am Arbeitnehmermarkt proaktiv um potenzielle Bewerberinnen und Bewerber. Um passende Kandidatinnen und Kandidaten ausfindig zu machen, nutzen sie dabei Social Media – und hier vorrangig Xing und LinkedIn.

Im Sinne von Active Sourcing treten die Talente suchenden Recruiter mit kompetenten Kandidaten auf den Plattformen direkt in Kontakt und sprechen sie auf passende Jobs im Unternehmen an. Wer kein Xing- und/oder LindedIn-Profil hat, bleibt auf diesem Stellenmarkt unsichtbar, was letztlich auch dazu führt, dass die Karriere weniger gut vorankommt. Leider ist das bei zu vielen Menschen noch der Fall!

Es reicht allerdings nicht aus, seinen Lebenslauf bei den Business-Netzwerken zu präsentieren. Zu einem inhaltsreichen Profil zählt weitaus mehr. Um das Interesse potenzieller Arbeitgeber zu wecken, müssen Sie aus der Masse hervorstechen. Das gelingt nur, wenn die Kombination aus Kompetenzen, Erfahrungen sowie der Persönlichkeit erkennbar wird. Zeigen Sie, was Sie beruflich machen, wofür Sie stehen und was Sie suchen. Wenn das gelingt, haben Sie sozusagen eine klare Personal Brand aufgebaut.

Aber auch Personal Branding alleine hilft noch nicht, bei Xing und LinkedIn gefunden zu werden. Doch was verspricht Erfolg? Grundlegend ist ein strategischer Aufbau des Profils. Sie sollten Ihre Zielgruppen klar definieren und konsequent das, was Sie von sich präsentieren, auf die Interessen der Zielgruppen ausrichten. Überlegen Sie hierfür:

– Wen möchte ich erreichen?

– Welche Probleme und Herausforderungen hat meine Zielgruppe und wie kann ich sie bei der Lösung unterstützen?

– Wieso bin ich interessant für diese Zielgruppe?

– Was möchte ich von meiner Zielgruppe? Sind es Jobangebote, möglichst viele neue Kontakte oder etwas anderes? (Wenn Sie nicht wissen, was Ihre Leser tun sollen, dann wissen diese es auch nicht.)

– Nach was sucht meine Zielgruppe?

  1. Was ist was bei SEO?
    Vieles bei Suchmaschinenoptimierung ist kein Hexenwerk, leider klingt es aber oft danach. Die Masse an Fachbegriffen überfordern Einsteiger und selbst so manchen Webexperten. Wir erklären Ihnen die wichtigsten Begriffe aus dem weiten Feld der Suchmaschinenoptimierung.
  2. Bounce Rate
    Der Prozentsatz der Besucher, die eine Website schon nach wenigen Sekunden wieder verlassen, wird mit der Bounce Rate beziffert. Eine hohe Bounce Rate ist ein sicheres Zeichen dafür, dass die Webseite nicht die Erwartungen der Suchenden erfüllt. Die Gründe dafür können schwache Inhalte, unschöne Optik oder auch verwirrende Navigation sein. Bei einer hohen Bounce Rate gibt es also viel Raum für Verbesserungen.
  3. Keyword
    Ein Schlüsselwort, das die potenziellen Besucher in der Suchmaschine eingeben ist ein Keyword. Ziel der Suchmaschinenoptimierung ist es sicherzustellen, dass bestimmte Keywords – nämlich diejenigen, zu denen die Site im Ergebnis auftauchen soll – im Inhalt vorkommen. Achtung: wer hier übertreibt, könnte eine böse Überraschung erleben. Suchmaschinen ordnen eine übermäßige Keyword-Anhäufung oft als Spam ein und auch die User werden davon auch genervt.
  4. SERP
    Hinter SERP steht die Ergebnisseite der Suchmaschine (Search Engine Result Page). Einfache Faustregel bei der SEO: Je weiter oben man in der SERP beziehungsweise Ergebnisseite steht, desto besser.
  5. Index
    Suchmaschinen durchforsten permanent das Web. Dabei entsteht ein Verzeichnis – der so genannte Index, den die Suchmaschine ordnet. Auf eine Suchanfrage des Nutzers wird der Index als Auflistung von Webseiten ausgegeben.
  6. Suchmaschinenalgorithmus
    Suchmaschinenalgorithmen ordnen die im Index erfassten Seiten nach Relevanz. Jede Suchmaschine nutzt dabei ein eigenes Geheimrezept, das zudem permanent verändert und weiterentwickelt wird. Die Betreiber wie Google wollen so verhindern, dass der Algorithmus missbraucht wird. Zum Beispiel könnten schmutzige Tricks wie der übermäßige Einsatz von Keywords eingesetzt werden, um das Ranking der eigenen Seite verbessern.
  7. Ranking / Ranking-Faktor
    Das Ranking bezeichnet die Position der Website in den Suchergebnissen. Das Ranking wird von vielen Faktoren beeinflusst, zum Beispiel von der Qualität der Inhalte und der Backlinks. Nicht zuletzt wird es auch vom Algorithmus der Suchmaschine beeinflusst.
  8. Organic Search / Organic Ranking
    Die organische Ranking ist das Ergebnis, das eine Website ohne den Einsatz von Werbebudget erzielen kann. Bei Suchmaschinen kann durch den Einsatz von Paid Search das Suchergebnis – je nach eingesetzten Mitteln – verbessert werden. Bei der Suchmaschinenoptimierung geht es allerdings darum, das Ranking ohne Sponsoring zu verbessern.
  9. Backlinks
    Jede Website enthält Links auf weitere, externe Websites. Backlinks sind hingegen die Links, die von anderen Websites auf die eigene zeigen. Suchmaschinen funktionieren wie persönliche Empfehlungen: Je mehr desto besser. Also ordnen die Suchmaschinen Websites, die öfter von anderen per Link “empfohlen” werden als wertvoller ein.
  10. Deeplinks
    Deep Links verweisen direkt auf die Unterseite einer Website, zum Beispiel http://www.beispielonlineshop.de/elektronik. Wer Deep Links anbietet führt den User direkt zum gesuchten Thema, ohne dass dieser den Umweg über die Homepage nehmen muss und vergrößert die Chance, dass diese Unterseite als Ergebnis bei Google und Co. auftaucht.
  11. Onpage- und Offpage-Optimierung
    Bei der Suchmaschinenoptimierung geht es darum, die eigene Website durch inhaltliche, technische und strukturelle Maßnahmen für Suchmaschinen besser zugänglich zu machen. Bei allen Anpassungen und Maßnahmen die auf der eigenen Seite vorgenommen werden, spricht man von Onpage-Optimierung. Bei extern gesteuerten Maßnahmen – zum Beispiel dem Bewerben der Seite auf Social-Media-Kanälen, spricht man von Offpage-Optimierung.
  12. Link Juice
    Link Juice – zu deutsch “Verknüpfungsstärke” – beurteilt, wie stark eine Website verlinkt ist und gilt als eine Art Geheimrezept, die Konkurrenz bei Google im Ranking zu schlagen. Konkurrieren zwei Websites zum gleichen Thema, spielt die Anzahl und Qualität der Backlinks eine große Rolle für das Ranking. Einfach ausgedrückt: Wer im Web gut vernetzt ist und oft per Link empfohlen wird, hat mehr Link Juice und landet folglich höher im Ranking.
  13. Link Bait / Linkbuilding
    Als Link Bait bezeichnet man einen Webinhalt, der speziell darauf abzielt Traffic, Backlinks oder Resonanz zu erzielen. Ein Link Bait ist ein Mittel zum Linkbuilding. Dabei geht es darum, die Anzahl und Qualität der Backlinks zu erhöhen.
  14. Content
    Gute Inhalte sind im Grunde die wichtigste SEO-Maßnahme. Ohne interessante Inhalte auf der Website gibt es kaum Aussicht auf mehr Traffic und Backlinks, die letztendlich das Ranking bei den Suchmaschinen verbessern. Google legt besonderen Wert auf einzigartige Inhalte (Unique Content) und blendet doppelt oder mehrfach vorhandene Inhalte aus.
  15. Black Hat SEO vs. White Hat SEO
    Hier geht es um das klassische Duell Gut gegen Böse: Die dunkle Seite – Black Hat SEO – schreckt auch nicht vor schmutzigen Tricks zurück, um schnell eine Steigerung der Website-Popularität zu erreichen. Dabei wird bewusst die Verletzung der Google-Spielregeln in Kauf genommen, zum Beispiel durch den Einsatz von Spam oder Linkfarmen. White Hat SEO kämpft hingegen nur im Rahmen der Richtlinien und setzt für mehr Reichweite zum Beispiel auf hochqualitative Inhalte.

Entscheidend ist zudem, die richtigen Keywords auszuwählen. Denn die Suche der Recruiter bei Xing und LinkedIn funktioniert im Prinzip ähnlich wie bei Google: Die Business-Netzwerke werten nach der Sucheingabe die Profile aus und listen die darauf passenden auf. Wie es auch bei der klassischen Suchmaschine der Fall ist, sind dabei nur die ersten Ergebnisse wirklich relevant. Der dahinterstehende Suchalgorithmus bei Xing und LinkedIn ist zwar nicht bekannt, gewiss ist jedoch: Es werden solche Profile weit oben gerankt, die viele der passenden Keywords enthalten. Aus diesem Grund sollten Sie sich zwei weitere Fragen beim Aufbau Ihres Profils stellen:

-Welche Suchbegriffe gibt jemand ein, der eine Person mit Ihrer Qualifikation sucht?

– Unter welchen Keywords soll man Sie finden?

Bei Xing können Sie im Übrigen hinsichtlich der Keywords massenhaft Fähigkeiten und Kenntnisse angeben. Bei LinkedIn gestaltet es sich etwas anders: Hier sollten Sie lieber auf Klasse statt auf Masse setzen und sich diese von anderen bestätigen lassen.

Gut gerankt werden auch Profile, die eigenen Content erstellen. Darüber hinaus steigert es die Chancen, in der Ergebnisliste oben zu stehen, wenn man über viele Kontakte und eine hohe Interaktionsrate verfügt. Es ist also wichtig, das Netzwerk kontinuierlich zu pflegen und auszubauen – insbesondere mit potenziellen Arbeitgebern, mit möglichen Referenzgebern (Menschen, die über Sie etwas sagen können), mit geeigneten Multiplikatoren (Menschen, die mit vielen anderen vernetzt sind) und mit Informationsgebern (Menschen, die einen Bezug zu Ihrem Anliegen haben).

Wichtig ist, es nicht bei einer bloßen Vernetzung zu belassen. Seien Sie aktiv: Liken, teilen und kommentieren Sie Beiträge aus Ihrem Netzwerk! Für Aufmerksamkeit sorgen zudem eigene Posts, die anderen einen Mehrwert bieten. Nutzen Sie die Chance, anhand eigener Beiträge Ihre Expertise zu zeigen und gleichzeitig damit Ihre Personal Brand aufzubauen!

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Werden Sie im Netzwerk gefunden, gilt es, Recruiter und Personaler mit Ihrem Profil zu überzeugen. Denn beim Recherchieren im Netz haben alle Menschen eine geringe Aufmerksamkeitsspanne. In drei bis fünf Sekunden entscheidet jemand, der auf Ihr Profil kommt, darüber, ob es interessant ist oder nicht. Wenn nicht sofort erkennbar ist, was Sie machen, ist die Gefahr groß, dass derjenige schnell wieder wegklickt. Sowohl bei Xing als auch bei LinkedIn sollten Sie daher ein starkes Augenmerk auf die digitale Visitenkarte legen. Schließlich markiert sie den ersten ersten Eindruck, den sie auf Profilbesucher im Business-Netzwerk hinterlassen. Geht aus ihr klar und schnell hervor, was Sie beruflich machen, können Sie sofort punkten. Binden Sie dabei ein, was am meisten auf Ihr Ziel einzahlt. Nutzen Sie beim zur Visitenkarte zugehörigen Slogan bei LinkedIn – bei Xing entspricht der Slogan dem Status – die Chance, Ihre Kompetenzen und Stärken in Kurzform zu präsentieren. Achten Sie dabei auf Keywords. Und: Vergessen Sie nicht, Ihre Kontaktdaten auszufüllen, damit Recruiter und Headhunter Sie auch erreichen können.

  1. Karrierturbo Headhunter
    Im Internet auf Jobsuche? Die Headhunterin Viktoria Balensiefen gibt im Buch “Karriereturbo Headhunter – Mit dem Personalberater auf Kurs Traumjob” Tipps, wie Sie sich auf Xing, LinkedIn und Co. richtig präsentieren. Die besten Tipps verrät sie hier:
  2. Headhunter bewegen sich gern auf Xing
    Über zwölf Millionen Menschen weltweit haben ein Xing-Profil. Diese Zahl zeigt schon, warum sich Headhunter hier so gerne umschauen – zwölf Millionen meist berufstätige Menschen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Personalberater hier einen guten Kandidaten findet, ist also sehr hoch. Für Sie heißt das: Polieren Sie Ihr Xing-Profil! 90 Prozent nutzen es übrigens kostenfrei – das stellt also keinen Nachteil dar.
  3. Ab zu Xing!
    Die Plattform Xing ist mit rund fünf Millionen registrierten Nutzern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auf dem deutschsprachigen Markt sehr stark. Wenn Sie sich vorrangig für eine Position in Deutschland interessieren, sollten Sie sich dringend um Ihr Xing-Profil kümmern – nirgends sonst sind Sie so schnell sichtbar und können selbst sofort steuern, was man von Ihnen sehen und lesen soll.
  4. Das Profil
    Füllen Sie die Rubriken ordentlich und mit Bedacht aus. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich Zeit – ändern können Sie immer! <p> Über mich: Hier können Sie etwas über sich notieren. Wenn Sie sich in ungekündigter Stellung befinden, formulieren Sie vorsichtig und fassen Sie sich kurz. <p> Ich suche: Das können Kontakte zu Kollegen aus der gleichen Branche sein. Übrigens: „Neue Herausforderung“ sind Zauberworte für Personalberater – damit wissen aber auch Ihre Kollegen, dass Sie eventuell wechseln wollen. Etwas dezenter zeigen Sie Offenheit mit Formulierungen wie „offen für neue Kontakte und Gespräche“ oder „interessiert an beruflichem Austausch“.
  5. Überlegen Sie sich, was Sie der Firma bieten
    “Ich biete: Hier notieren Sie alles, was Sie können und bieten. Softskills erwartet jeder, also notieren Sie vor allem Hard Facts, wie besondere Programm-Kenntnisse, Vertriebserfahrung in welchem Vertriebskanal, Bilanzabschlüsse nach deutschem und internationalem Recht etc. Wenn Sie unsicher sind, überlegen Sie, welche Stichworte und Kriterien in Ihrer Wunsch-Stellenanzeige stehen könnten! Bleiben Sie möglichst konkret und präzise.”
  6. Interessen
    Interessen: Indem Sie Hobbys nennen, kann man Sie als Menschen schon ein wenig einschätzen. Wenn aber z. B. Vertriebler ausschließlich stille Hobbys wie “Briefmarken sammeln” und “Angeln” benennen, sieht das seltsam aus. Und auch wenn Sie es lieben: Bitte schreiben Sie nie “Party machen, mit Freunden chillen”. Seltsam muten auch die an, die als Hobby ihre Familie nennen. Und wenn der Hobby-Bereich detaillierter ausgefüllt ist als der Berufsteil, deutet das auch Ihre Prioritäten an – für eine Führungsposition passt das dann wohl weniger.
  7. Organisationen, Unternehmen und Branche
    Organisationen: Hier listen Sie die Berufs- und Fachverbände auf, bei denen Sie Mitglied sind. Zum Beispiel VDI Verband deutscher Ingenieure, Marketing-Club Mainz oder Juristinnenbund. Unternehmen: Hier nennen Sie den aktuellen Arbeitgeber offen oder geben einen Branchenhinweis. Also entweder „Stadtwerke Musterstadt“ oder „Energieversorger“. Branche: Suchen Sie eine Branche aus dem Xing-Branchenschlüssel aus. Bitte weichen Sie nicht ab von den vorgegebenen Branchen, damit Sie besser gefunden werden. Nennen Sie ruhig zwei Branchen, z. B. Maschinenbau und Automobilindustrie, um anzuzeigen, dass Sie bei einem Maschinenbauunternehmen in der Automobilzulieferindustrie arbeiten. Diese Branchendetails und Varianten geben Sie dann bei „weitere Branchen“ ein.
  8. Wie weit oben sind Sie schon?
    Position: Geben Sie hier klar an, wie Ihre korrekte Job- Bezeichnung ist bzw. was Sie aktuell berufl ich tun. Also „Junior Account Manager“ und nicht „Industriekauffrau“, „Controller Dienstleistungseinkauf international“ und nicht „Betriebswirt Controlling“. Karrierestufe: Wählen Sie aus zwischen Student/Absolvent, Berufseinsteiger (bis zu drei Jahre nach Ausbildung/ Studium), mit Berufserfahrung, Manager (vor allem, wenn Sie Personalverantwortung haben), Direktor (ab Ebene Abteilungsleiter). Positionsbeschreibung: Hier schreiben Sie detailliert über Ihren Verantwortungsbereich und Ihre Erfolge. Wenn Sie schon einige berufliche Stationen vorweisen können, geben Sie hier auch die jeweiligen Positionstitel und -beschreibungen an. So kann man anhand Ihres Xing-Profils erkennen, wie Ihr bisheriger Berufsweg verlief.
  9. Ausbildung, Sprachkenntnisse und Auszeichnungen
    Ausbildung: Notieren Sie hier Ihre Ausbildung und ggf. Hochschule. Zum Beispiel „Master of Engineering, Fachrichtung Elektrotechnik, RWTH Aachen“ oder „Dipl.-Betriebswirt, Schwerpunkt Markting, Uni Münster“. Sprachen: Listen Sie alle Sprachen und das jeweilige Sprachniveau auf, die Sie beherrschen. Dateianhänge: Hier können Sie Ihren Lebenslauf als PDF hinterlegen. Dies empfehle ich aber nur, wenn Sie Absolvent/ Student sind, eine befristete Anstellung haben oder sowieso schon gekündigt sind bzw. haben. Auszeichnungen: Bitte geben Sie hier nur berufsrelevante Auszeichnungen an. Ihr Seepferdchen von 1984 hat hier nichts zu suchen.
  10. Bitte nur echte Bewerbungsfotos!
    Foto: Bitte stellen Sie ein Foto mit beruflichem Touch bzw. ein professionelles Bewerbungsfoto ein. Keinesfalls ein Foto in Freizeitkleidung, mit Ihren Kindern, vom letzten Urlaub oder das halbe Hochzeitsporträt, weil Sie da mal einen Anzug tragen.
  11. Personalberater suchen über Stichwörter
    Personalberater suchen auch über Xing, und zwar mit Stichwörtern, die die Jobanforderungen betreffen. Notieren Sie daher Ihre Interessen, Erfahrungen und vor allem Ihre Fachkenntnisse. Schreiben Sie diese in Stichworten auf, trennen Sie diese mit Komma voneinander. Und vermeiden Sie unbedingt Schreibfehler! Das ist nicht egal, es wirkt nicht lässig, sondern einfach nur unprofessionell.
  12. Das professionelle LinkedIn-Profil
    LinkedIn ist wichtig für alle, die sich für internationale Firmen oder Positionen interessieren. Mittlerweile sind weltweit über 110 Millionen Mitglieder dort registriert. <p> Wenn Sie sich für eine internationale Position oder eine Stelle bei einer internationalen Firma interessieren, sollten Sie Ihr Profil am besten in Englisch anlegen. Andernfalls wird ein internationaler Recruiter oder Personalleiter wenig mit Ihren Informationen anfangen können. Gutes Englisch ist wichtig. Ganz perfekt wird das englische Profil, wenn es von einem Muttersprachler oder einem Übersetzer übersetzt oder überprüft wird.
  13. Berufserfahrungen
    “Berufserfahrung und Ziele: Nutzen Sie diesen Raum, um Ihre letzten wichtigen berufl ichen Aufgaben und Erfolge zu benennen. Dabei fassen Sie knapp und eher in Stichworten das Wichtigste zusammen. Hier einige Beispiele: „Markteintrittsstrategien für Design-Küchenzubehör in vier europäischen Ländern mitentwickelt und erfolgreich umgesetzt“. „Erfahrener kaufmännischer Leiter, langjährig in der Event-Branche, Führungserfahrung bis zu 120 Mitarbeiter, Umsatzverantwortung bis zu 280 Mio. Euro. Sicher im nationalen und internationalen Ausbau des Unternehmens inkl. Gründung und Führung von Auslandsniederlassungen. Erfahren in der Implementierung von Ticketing-Systemen und Unternehmens-Betriebssystemen wie SAP.“.”
  14. Was ist Ihr Spezialgebiet?
    Spezialgebiete: Bei Personalern könnte das z. B. Abrechnungswesen oder europäischer Betriebsrat sein. Bei Marketeers vielleicht Online- Strategien oder Marketing für Non-Profit-Organisationen. Bei Vertrieblern indirekter Vertrieb oder Unterhaltungselektronik. Bei Anwälten Patent- und Bankenrecht. Berufserfahrung: Notieren Sie hier Ihre beruflichen Stationen und nennen Sie ggf. Arbeitgeber, vor allem aber die Position. Geben Sie Informationen zu Ihren jeweiligen Aufgaben Erfahrungen. Erwähnen Sie auch wesentliche Erfolge und Ihr Verantwortungsspektrum hinsichtlich Personal, Budget und Umsatz. Ausbildung: Notieren Sie hier Ihre Ausbildung und ggf. Hochschule, beispielsweise „MBA, London School of Economics“ oder „Dipl.-Betriebswirt, Schwerpunkt Controlling, Uni Köln“. Da Sie sich im internationalen Umfeld bewegen, nutzen Sie eventuell internationale Bezeichnungen für Ihre Abschlüsse.
  15. Sprachniveau
    Sprachen: Listen Sie alle Sprachen, die Sie beherrschen, und das jeweilige Sprachniveau auf. Wenn Sie unsicher über die Einstufung der Sprachkenntnisse sind, testen Sie diese eventuell online bei http://www.sprachtest.de.
  16. Empfehlungen
    Empfehlungen: LinkedIn ermöglicht Empfehlungen. Hier könnte Ihr ehemaliger Chef oder ein Projektkollege eine Referenz für Sie aussprechen. Personalberater schauen sich dies an und nehmen die inhaltlichen Informationen daraus auch gerne an. Aber wir wissen alle, dass man Referenzen nur dort erbittet, wo man auch eine positive Referenz erhalten wird. Und so wird die Referenz nicht automatisch etwas anderes überstrahlen, auch wenn sie sehr positiv ist. Über den Tab „Abschnitte einfügen“ können Sie weitere Angaben machen, z. B. ehrenamtliches Engagement oder Detailnoten Ihrer Abschlüsse. Schauen Sie sich die Beispiele an und führen Sie dann nur die wirklich herausragenden Extras an. <p> Sie können mit Ihrem Profil verschiedene Online-Anwendungen verknüpfen, beispielsweise Google Presentations, Slideshare Presentations oder Ihren Blog. Überlegen Sie, ob es Ihrem guten Online-Ruf zuträglich sein könnte. <p> Ihren Lebenslauf können Sie ebenfalls als Dokument hochladen.
  17. Facebook, Pinterest und Co.
    Wenn Sie ein privates Online-Profil bei Facebook, StudiVZ oder Wer-kennt-wen führen und auf Jobsuche sind, entscheiden Sie, wie öffentlich Ihr Profil sein soll. Wenn Sie privat bleiben wollen, stellen Sie unter Profil/Einstellungen entsprechend ein, dass nur Ihre direkten Kontakte Inhalte Ihres Profils lesen können. Wenn Sie öffentlich bleiben, kann jeder mitlesen. <p> Zu den einzelnen Inhalten: Fotos: Diese Online-Portale sind Ihre private Seite, schon klar. Aber als Jobsuchender ersetzen Sie die Partyfotos evtl. durch „gemäßigte“ Freizeitbilder. Ihre Fotoalben können Sie sperren und den Zugang beschränken. Wenn Sie wollen, posten Sie wirtschaftsnahe oder berufsbezogene Informationen, die Ihnen gut gefallen. Postings und Inhalte von anderen auf Ihrer Pinnwand sollten Sie kritisch anschauen und eventuell entfernen. In der Chronik sollten Sie Ihre eigenen Aktivitäten durchforsten und eventuell das eine oder andere löschen.
  18. Karriere-Portale
    Wenn Sie sich aktiv auf die Suche machen wollen, können Sie Ihr Profil auch in die Karriereportale einsetzen. Diese Portale werden zum einen von Personalberatern und Firmen genutzt, um offene Stellen auszuschreiben. Sie werden aber auch genutzt, um potenzielle neue Mitarbeiter zu finden und sich einen ersten Eindruck von ihnen zu verschaffen. Es gibt unzählige Portale, die Jobs anbieten. Genauso gibt es unzählige Portale, bei denen Sie Ihre Daten hinterlegen können. Damit Sie nicht nur damit beschäftigt sind, Ihre Profile zu verwalten, sollten Sie auswählen. Die unten genannten fünf sind meiner Erfahrung nach die wichtigsten Portale für den deutschsprachigen Raum. Hier vereinen sich hohe Nutzerzahlen, eine hohe Verbreitung und ein gutes Job-Angebot.
  19. Absolventa, Monster und Stepstone
    Diese Portale können Sie ohne Anmeldung kostenfrei nutzen, um nach Wunsch-Jobs zu suchen. Wenn Sie gefunden werden möchten, können Sie hier ein Profil anlegen. So werden Sie gesehen und gefunden! Bei allen drei Portalen ist der Basis-Eintrag kostenfrei. Auf den Community-Seiten gibt es Foren und Tipps für die Jobsuche. Außerdem finden Sie hier auch Stellenangebote von potenziellen Arbeitgebern. Man kann sich auch eine automatische Benachrichtigung einstellen, um sofort zu erfahren, wenn eine neue Stelle eingestellt wird, die den eigenen Wunschkriterien entspricht. Informationen, wie Sie Ihr Profil am besten gestalten, finden Sie oben in den Abschnitten über Xing und LinkedIn.
  20. Experteer
    Experteer richtet sich gezielt an Fach- und Führungskräfte ab 60.000 Euro Jahreseinkommen. In diesem Portal sind die Stellenangebote und die potenziellen Bewerber nur sichtbar, wenn man sich anmeldet. Vorteil für Bewerber und Jobsuchende ist damit ein etwas geschützteres Umfeld für das eigene Profil. Das Basis-Profil ist kostenfrei. Wünscht man mehr Aktions- und Suchmöglichkeiten, sind Upgrades mit unterschiedlichen Laufzeiten möglich. Verglichen mit Jobleads sind bei Experteer deutlich mehr Personalberater aktiv, sodass sich ein Profil hier vermutlich eher lohnen würde. Experteer erhebt ein ausführliches Profil von Ihnen. Damit können Ihnen auch Jobangebote per E-Mail zugesandt werden. Und Personalberater können direkt ein recht umfassendes Bild von Ihnen bekommen.
  21. Jobleads
    Bei Jobleads melden sich sowohl Personalberater als auch wechselwillige potenzielle Kandidaten an. Vorteil für Sie als Jobsuchender ist, dass Sie sich in einem geschützeren Umfeld bewegen als zum Beispiel bei Xing. Nachteil kann sein, dass aktuell weniger Headhunter und Personalentscheider als bei Experteer vertreten sind. Die Basis-Mitgliedschaft ist für Sie kostenlos. Damit können Sie ein Profil anlegen. Wenn Sie aktiv z. B. auf Personalentscheider zutreten wollen, müssen Sie auch hier auf eine Premium-Mitgliedschaft aufstocken. Jobleads fragt viele Parameter des Profils ab. Vorteil ist, dass Sie basierend auf Ihren Angaben per E-Mail Jobangebote bekommen können. Und dass sich Personalberater direkt ein umfassendes Bild von Ihnen machen können. Je nachdem, wie Sie Ihr Profil einstellen, können Personalberater Ihre Daten sofort sehen. Ihre Kontaktdaten sind dabei anonym und Sie geben diese erst auf Anfrage frei. Vorteil ist übrigens: Unternehmen haben keinen Zugriff auf Ihre Profildaten!

Über die Site “Ihre Profilsichtbarkeit” – sozusagen als Ihr Dashboard – versorgt Xing Sie mit hilfreichen Informationen über Ihre Besucher und darüber, wie diese auf Sie aufmerksam geworden sind. Das hilft dabei, das persönliche Profil zu optimieren. Ein Beispiel: Sind Sie auf der Suche nach einer Position als Personalentwickler, erfahren aber, dass die meisten Ihrer Besucher über den Suchbegriff “Betriebswirtschaft” bei Ihnen gelandet sind, rankt ein falsches Keyword für Sie. Dann sollten Sie Ihr Profil überprüfen und Ihre Keywords anpassen. Bei LinkedIn findet man das Dashboard unter “Analyse”. Es ist auch in der Basisversion verfügbar. Bei Xing ist – wie so vieles – die Profilsichtbarkeit nur in der Premiumvariante enthalten. Das heißt: Wenn Sie dieses Netzwerk für die Jobsuche nutzen möchten, benötigen Sie einen Premium-Account. (pg)

https://www.computerwoche.de/a/wie-personal-branding-die-karriere-ankurbelt,3553993

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